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Sommer mit Hund

Wir verraten Ihnen wie Ihr Hund gut und sicher
durch den Sommer kommt.


Warum haben es Hunde im Sommer so schwer?

Hunde haben weniger Möglichkeiten als Menschen, ihre Körpertemperatur bei sehr heißen Temperaturen zu regulieren. Im Gegensatz zu Menschen schwitzen Hunde nicht großflächig über den gesamten Körper und können nicht von einer Verdunstungskälte profitieren. Die wenigen Schweißdrüsen, die Hunde besitzen (vor allem an den Pfoten) tragen nur wenig zur Thermoregulation bei. Hunde regulieren ihren Wärmehaushalt primär über Hecheln, wobei ihre Schleimhäute bis hinunter zur Luftröhre und zur Lunge Feuchtigkeit abgeben. Die Atemfrequenz steigt stark an: von 30 bis 60 Zügen pro Minute auf bis zu 300 Züge. So können Luftfeuchtigkeit und Wärme immer wieder abtransportiert werden. 

Hunde haben es zwar lieber kühl als heiß, gelten allerdings trotzdem als hitzetolerante Tiere. Selbstverständlich gibt es hierbei rassetypische und anatomisch bedingte Unterschiede: 

Besonders schwer haben es im Sommer kurzschnäuzige Rassen wie beispielsweise Mops, Französische und Englische Bulldoggen, Lhasa Apso, Boxer, Chihuahua, Shih Tzu und Bull Mastiffs. Aber aus rasseunabhängig: Alte, geschwächte, trächtige und übergewichtige Hunde haben am meisten mit hohen Temperaturen zu kämpfen.

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So erleichtern Sie Ihrem Hund die warmen Tage

7 Tipps für einen rundum gelungenen Sommer mit Hund

1

Fellpflege

Hunde mit viel Unterwolle haben es im Sommer ganz besonders schwer. Einigen Hundehalter*innen kommt – sicher gut gemeint – die Idee die Schermaschine anzusetzen und das Fell auf Millimeter-Niveau zu kürzen. Warum ist das keine gute Idee? Durch die Scherung wird die Produktion der Unterwolle angeregt, die Unterwolle wird dichter, wodurch es zu einer noch stärkeren Stauung kommt. Zudem steigt durch einen Radikal-Schnitt zusätzlich das Risiko für einen Sonnenbrand.

Was hingegen eine gute Idee ist, das Fell Ihres Hundes auszudünnen, damit das Fell luftig locker wird. Durch regelmäßiges Kämmen ermöglichen Sie Ihrem Vierbeiner einen natürlichen Schutz gegen Hitze und UV-Strahlen.  

2

Spaziergänge

Sie müssen auch im Sommer nicht auf ausgiebige Spaziergänge verzichten, allerdings sollten Sie Felder und Wiesen in der Mittagshitze meiden. Verlegen Sie Ihre Runden auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden und weichen Sie auf schattige Routen im Wald und Parks aus. Verzichten Sie auf geteerte, gepflasterte und asphaltierte Wege. Diese Materialien heizen sich bei hohen Temperaturen stark auf und können die Pfoten Ihres Hundes verletzen.

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VERLEGEN SIE IHRE SPAZIERGÄNGE AUF DEN MORGEN

PERFEKTE MORGEN- ROUTINE MIT HUND

3

Hydration

Nicht nur durch Hecheln, sondern auch durch die Aufnahme von Flüssigkeit, kann Ihr Hund seine Körpertemperatur regulieren. Daher ist es wichtig, Ihrem Hund ausreichend frisches Wasser anzubieten. Auch bei (längeren) Spaziergängen ist es wichtig Wasser bereit zu stellen. Bieten Sie Ihrem Hund Wasser immer nur auf Zimmertemperatur an. Hunde vertragen KEIN eiskaltes Wasser!

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4

Liegeplätze indoor

Tauschen Sie die im Herbst und Winter so gemütlichen Schaffelle und flauschigen Decken gegen angenehm kühle Materialien aus. Baumwoll- oder Leinendecken machen das Hundekörbchen zu einem wohltuenden Schlafplatz.

Auf Kühldecken und spezielle Hunde-Kühlmatten sollten Sie verzichten, da sich Hunde bei längerer Verweildauer schnell eine Blasenentzündung zuziehen können.  

5

Liegeplätze outdoor

Schattige Plätze mit ausreichend Ruhezonen bieten eine gute Möglichkeit zur Erholung. Im Garten oder auf der Terrasse bieten Sonnenschirme, Segeltücher und Laken eine gute Möglichkeit um kühle Wohlfühlorte für Ihren Hund zu schaffen. Stellen Sie Ihrem Hund an unterschiedlichen Liegeplätzen Wassernäpfe bereit.

6

Abkühlung von außen

Zwar liebt nicht jeder Hund Wasser, aber für jeden der es liebt sollten Sie regelmäßigen Zugang zum kühlen Nass ermöglichen. Der Besuch am See oder Bach ist natürlich ein tolles Highlight im Sommer, aber oft reicht bereits ein Planschbecken im Garten und ihr Hund ist rundum glücklich und zufrieden.

7

Sport

Im Sommer sollten Sie gemeinsame Sporteinheiten in jedem Fall auf die frühen Morgen- oder die Abendstunden verschieben. Bei Temperaturen über 30 Grad gilt für Hunde striktes Cardio-Verbot. Das heißt aber nicht, dass Sie Ihren Hund nicht fit halten können. Nutzen Sie die Gelegenheit für Ausgleichsübungen, Koordinationsübungen, ein Isometrisches Training und kognitive Einheiten.

ICE, ICE, BABY

Mit diesen leckeren Eis-Rezepten schlemmt sich Ihr 
Hund durch den Sommer - ganz ohne lästige Pfunde!

Ein leckeres Eis gehört doch einfach zum Sommer dazu, oder? Aber nicht nur für uns, sondern auch für die lieben Vierbeiner

TIERISCHES-BANANEN-EIS-REZEPT


- 100 g Joghurt (alternativ körniger Frischkäse)
- 2 Eigelb
- 1 sehr reife Banane 
- 1/2 Teelöffel Honig
- Auf Wunsch noch einen kleinen Schuss Olivenöl

Füllen Sie die vermengte Masse beispielsweise in einen KONG und legen Sie alles für mindestens 3 Stunden in den Tiefkühler. Danach rausholen und Ihrem Hund auf einem schattigen Platz im Garten anbieten.  


Jetzt sind Sie dran: Prüfen Sie ihr Sommer-Wissen!

Richtig oder Falsch?
Das Sommer-Quiz

Falsch: Hunde benötigen sehr viel mehr Energie zum Temperaturausgleich als wir Menschen. Auch wenn wir im Sommer gerne auf leichte Speisen umsteigen, brauchen Hunde die gleiche, wenn nicht sogar ein wenig mehr Energie - sprich Futter - als bei kühleren Temperaturen.

Falsch: In der brütenden Mittagshitze sind große Spaziergänge und sportliche Aktivitäten wie Radfahren oder Joggen ein absolutes Gesundheitsrisiko für Ihren Hund. Es droht Sonnenbrand, Hitzschlag und Kreislaufprobleme. Ist es sehr heiß und Ihr Hund rührt sich kaum, dann sollten Sie dies respektieren. Siesta!

Richtig: Wenn Ihr Hund von sich aus das kühle Nass sucht und sich gerne im See, Bach oder Planschbecken abkühlt. Zwingen Sie Ihren Hund jedoch nicht das kühle Nass aufzusuchen. 

Falsch: Den Hund mit dem Gartenschlauch abspritzen.

Gerade Hunde, die keine Wasserratten sind, finden das überhaupt nicht gut, zudem kann dies bei sehr warmen Temperaturen zu einem Kreislaufkollaps führen.

Ganz falsch: Das Fell des Hundes vor dem Spaziergang nass machen, sodass er "gekühlt" ist.

Wir haben bereits gelernt, dass Hunde ihre Körpertemperatur anders als wir Menschen regulieren. Ein externer Kühlmechanismus wie das Benässen des Hundekörpers oder des Fells vor dem Gassigang ist daher wenig sinnvoll. Zudem verstärken Sie durch die Wassertropfen auf dem Hundekörper massiv die UV-Strahlung.

Genießen Sie laue Sommerabende mit Hund

FREIZEIT MIT HUND 

Leiten Sie unsere Sommer-Tipps doch einfach an Ihre Hundefreunde und -freudinnen weiter.

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